Verlag Der gesunde Menschenversand: Spoken Word, Slam Poetry und mehrVerlag Der gesunde Menschenversand: Spoken Word, Slam Poetry und mehr

ABO EDITION SPOKEN SCRIPT - Die "edition spoken script" gibt es auch im Abo, für nur je 19 CHF (inkl. Porto) erhalten Sie 2 bis max. 4 Bücher im Jahr als Erste zugeschickt! Bestellen mit Mail an: info@menschenversand.ch

Wörter statt Möbel

  • Aglaja Veteranyi: Wörter statt Möbel
  • Fundstücke
  • Der gesunde Menschenversand, 2018
  • ISBN 978-3-03853-083-1
  • CHF 23.00
  • Taschenbuch, 180 Seiten

In ihrem kurzen Leben hat Aglaja Veteranyi zahlreiche Notizbücher und Makulaturblätter mit Texten gefüllt. Sie hat ihre Wörter und Sätze fortlaufend durchgestrichen, um- und neu geschrieben und von einem Text in den andern wandern lassen. So umfasst ihr Nachlass trotz der zwei postum veröffentlichten Bücher "Das Regal der letzten Atemzüge" und "Vom geräumten Meer" noch eine beträchtliche Anzahl unveröffentlichter Texte. Die Nachlass-Erschliessung im Schweizerischen Literaturarchiv wurde
Ende 2016 abgeschlossen. Das erlaubte es Jens Nielsen, Ursina Greuel und Daniel Rothenbühler ab Anfang 2017, zwei Bände mit bisher unveröffentlichten oder nur in Zeitschriften zugänglichen Texten Aglaja Veteranyis zur Veröffentlichung vorzubereiten. Unterstützt wurde diese Arbeit durch das Projekt "Schätze heben" des Migros-Kulturprozents.

Der erste der zwei Bände "Wörter statt Möbel" enthält Kurz- und Kürzestgeschichten, Gedichte, Sprüche und Tipps, Minidramen und den grossen Monolog "Mamaia". Diese Texte hat die Autorin auch für Bühnenauftritte geschrieben, die sie allein oder gemeinsam mit ihrem Lebens- und Schaffensgefährten Jens Nielsen bestritt. Allen gemeinsam ist die der Autorin eigentümliche Mischung von surrealer Groteske, tieftraurigem Sarkasmus und abgründiger Komik.



Jungle World, Berlin, 1. November 2018

Die beiden Bände unterstreichen eindrucksvoll, dass Veteranyi eine Meisterin der kleinen Form war, der radikalen Verkürzung. Auch in diesem Insistieren auf der kleinen Form bildete sie die eigene Distanz zum Literaturbetrieb ab, der in ihr eine Fremde, einen «Paradiesvogel» sehen wollte (…).

NZZ am Sonntag, 4. November 2018

Aglaja Veternayis Schaffen ist dem des russischen Avantgardisten Daniil Charms verwandt: in der Liebe zum Grotesken und Absurden, in der Dringlichkeit und Glut, in der Neigung zum Paradox.

Aargauer Zeitung, 1. November 2018

Zwei Bände mit Texten aus dem umfangreichen Nachlass zeigen nun die ganze Breite von Veteranyis Schreibprojekten (…). In der Lakonie, im paradoxen Aperçu der kurzen Form erkennt man sogleich den Sound, der auch Veteranyis bekannte Texte prägt.