Verlag Der gesunde Menschenversand: Spoken Word, Slam Poetry und mehrVerlag Der gesunde Menschenversand: Spoken Word, Slam Poetry und mehr

Karl Jaspers - "DER GESUNDE MENSCHENVERSAND ist blind sowohl für das äusserste Böse wie für das höchste Gute."

Vive la Résidence!

  • Gabriel Vetter: Vive la Résidence!
  • Slam Poetry live
  • Der gesunde Menschenversand, 2013
  • ISBN 978-3-905825-50-3
  • CHF 28.00
  • Audio-CD, 71 Min.

Ganz nach dem Motto "Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, jetzt werden wieder Lyrik-Bände gedruckt", mischt auch der Grandseigneur des Schweizer Poetry Slams wieder im Literaturzirkus mit. Seine Botschaft: "Vive la Résidence!", bereits sein drittes Soloalbum, live aufgenommen im Parterre Basel. Und damit ist man auch zuhause im Ohrensessel mittendrin in Vetters Schweiss treibender Performance, man hört ihn wettern und sinnieren, schmettern und philosophieren.

 

Vordergründig ist es die gewohnt fulminante Sprechkunst, die Gabriel Vetter seinem Publikum verpasst. Dahinter zielen aber viele seiner Stücke mit spitzen Pfeilen auf die Schweiz, ihre guteidgenössischen Kompromisse genauso wie auf den Kantönligeist. Max Frisch wird mit der Euromaus verhöhnt und Metzgerlehrlinge durch den Fleischwolf der Kunstkritik geschoben. Da wird ganz nebenbei mit Jesus das politische Wesen der Schweiz erklärt, eine Tierkadaversammelstelle vor der Kleinkunst gerettet und ein Mähdrescher-Fahrer zum Philosophen erklärt. Ausserdem: eine Hommage ans Grosi und kurze Texte über die Liebe und den wilden Thurgau.

 

Das Hörbuch ist angriffig, wütend, satirisch, aber auch versöhnlich humorvoll - Gabriel Vetter beweist einmal mehr seinen Status als fideler Hofdichter am Thron der untergehenden Abendunterhaltung.

 

Auch als Audio-Download auf www.spoken-word.ch erhältlich!



NZZ am Sonntag, 14. April 2013

Jede der 14 Nummern ist ein Highlight. Keine Frage, Gabriel Vetter ist ein Hochgeschwindigkeitsbühnenberserker vor dem Herrn.

Weltwoche, 3. April 2013

... und trotzdem bleibt man bei Vetter hängen. Erstens, weil er seine Texte in einer Intensität vorträgt, als ginge es um Leben und Tod. Und zweitens, weil seine vermeintlich einfach gestrickten Figuren dann doch geniale Einfälle haben, ähnlich einem dummen August im Zirkus, der sich am Schluss als cleverer Kopf erweist.

kulturtipp, 2. Mai 2013

Was Vetter in einer Aufzeichnung aus dem Parterre Basel bietet, ist satirisch, temporeich, furios, frech und lustig.