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Erich Kästner - "Ich glaube an DEN GESUNDEN MENSCHENVERSAND wie an ein Wunder, doch DER GESUNDE MENSCHENVERSAND verbietet mir, an Wunder zu glauben."

Stauffer an Krüsi antworten

  • Michael Stauffer: Stauffer an Krüsi antworten
  • Dichterstauffer ruft Künstler Hans Krüsi
  • Der gesunde Menschenversand, 2008
  • ISBN 978-3-905825-05-3
  • CHF 34.00
  • Audio-CD, 3 CDs, 145 Min.

Dichter Stauffer ruft Hans Krüsi ... Dies ist die Konstellation des Projektes «Stauffer an Krüsi antworten». Der Aussenseiterkünstler Hans Krüsi, 1995 in St. Gallen gestorben, gibt selber keine Antwort mehr. Aber sein Werk spricht noch immer in unverwechselbarer Deutlichkeit. Dichter Stauffer taucht ein in das noch längst nicht gebändigte Material des Nachlasses von Hans Krüsi, liest seine Sätze, schaut seine Bilder, hört seine Tonbänder und beginnt einen Dialog. Es entstehen drei Hörspiele, ein Modell, drei Räume, kurz: eine Ausstellung.

 

Stauffers Zugriffe öffnen neue Sichten auf den Künstler Hans Krüsi, auf seine Person, sein Schaffen aber auch auf die vielfältigen Probleme der Nachlassverwalter bei der Suche nach dem richtigen Umgang mit diesem unüberschaubaren Werk. Den Massstab für Stauffers Darstellungen bildet dabei nicht kunsthistorische Richtigkeit. Der Dichter erkennt in Krüsi vielmehr einen Wahlverwandten, dessen Strategien er gerne aufnimmt, variiert, kopiert, mit seinen eigenen vermischt und sie dadurch auch mal eigenwillig mit neuem Leben füllt.

 

Hans Krüsi, geboren am 15. April 1920 in Zürich. Mit zwei Jahren wurde er in Speicher zu Pflegeeltern gebracht, im Alter von zehn Jahren kam er ins Waisenhaus. Ab 1948 reiste er während über 30 Jahren fünf bis sechs Mal in der Woche nach Zürich an die Bahnhofstrasse, wo er eingekaufte oder selbst gepflückte Blumen anbot. 1975/76 erweiterte Krüsi sein Verkaufsangebot mit Postkarten, Fotografien und kleinen Bildformaten. Bald erzielte er damit bessere Umsätze als mit den Blumen. 1980 wurde die auf zeitgenössische Kunst spezialisierte Galerie Buchmann auf ihn aufmerksam und stellte ihn aus. Berichte im Magazin des Tages-Anzeigers und in der Schweizer Illustrierten machten den Aussenseiter-Künstler zu einer bekannten Persönlichkeit. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen folgten. Sein ausufernder Nachlass wird seit 1995 im Kunstmuseum Thurgau aufbewahrt.


Radiomagazin, 1. Oktober 2008

Stauffer spielt, mischt, variiert. Er interpretiert nicht, sondern schafft einen erfrischenden Zugang.

Schweizer Feuilletondienst, 1. Oktober 2008

Die drei Hörspiele geben atmosphärisch vielfältige Einblicke in eine sonderliche, spannende, schillernde Persönlichkeit. Michael Stauffer - selbst einer, der zum Schrägen neigt - ist in dieses unüberschaubare Universum Krüsi hinuntergestiegen. Seine Hörspiele senden Signale daraus an die Öffentlichkeit.